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Straßenstrich Hannover


Es grenzt fast schon an Nostalgie, wenn man an die alte Zeit denkt, zu der sich der Staßenstrich neben der «Acht» wie folgt über die Stadt verteilte:

  • Schmiedestraße … Köblinger Markt … Leinstraße
  • Arndtstraße … Schlosswender Straße
  • Herschelstraße (bis Güterbahnhof)
 

Im Mai 2002 trat die «Verordnung zum Schütze der Jugend und des öffentlichen Anstandes im Regierungsbezirk Hannover» (Sperrbezirksverordnung) in Kraft, welche die Prostitution in der Öffentlichkeit reglementierte und weiter einschränkte.

Im Landkreis Hannover wurde die Gemeinde Isernhagen zum Sperrgebiet erklärt. Der Bereich Friedrichswall, Osterstraße, Am Marstall bis zur Leine wurde Sperrbezirk und beendete das lustige Treiben um die Markthalle und den Köblinger Markt. Auch wurde ein recht großer Bereich über die Stadtteile Bothfeld, Lahe, Groß-Buchholz und Misburg-Nord gesperrt.

Damit konzentrierte sich die Straßenprostitution auf den Bereich in Hannover, welcher in der Szene als die «Acht» bezeichnet wurde. Der Begriff erklärt sich ganz einfach damit, daß die Lage der betreffenden Straßen auf der Karte der Zahl «8» ähneln. Betroffen sind folgende Straßen:

  • Herschelstraße
  • Brüderstraße
  • Odeonstraße
  • Kanalstraße
  • Mehlstraße
  • Andreaestraße
 

Die Schillerstraße gehörte vermutlich gleichfalls dazu. Auf der Kurt-Schumacher-Straße war der Gehweg auf Seiten der Odeonstraße von dieser bis zur Herschelstraße gesperrt. Gleichfalls waren Herrenstraße und Rosenstraße für den Straßenstrich tabu, wurden aber gelegentlich genutzt.





Um die ›Rundkurse‹ des Freierverkehrs einzuschränken, wurde 2004 das Verkehrskonzept wie folgt geändert …

• Die Brüderstraße wird von der Herschelstraße aus Einbahnstraße.

• Die Herrenstraße bleibt von der Brüderstraße aus Einbahnstraße. Es ist nur das Rechtsabbiegen in die Kurt-Schumacher-Straße zulässig.

• Die Odeonstraße wird von der Brüderstraße aus Einbahnstraße, damit umgedreht. Es ist nur das Rechtsabbiegen in die Kurt-Schumacher-Straße zulässig.

• In der Herschelstraße wird zwischen Celler Straße und Brüderstraße ein eingeschränktes Halteverbot eingeführt (06:00 - 20:00 Uhr).

• Dies wurde 2005 um ein Durchfahrtsverbot in der Zeit von 20:00 – 06:00 Uhr im Eingangsbereich zur Brüderstraße von der Herschelstraße kommend (Anlieger ausgenommen) erweitert.

Im Jahre 2005 wurden seitens der CDU die Wahltrommeln für eine Verlagerung des Straßenstriches in den Schlorumpfsweg (Bornum) gerührt, wenn auch sinnvollerweise erfolglos.



Mit der «Verordnung zum Schutz der Jugend und des öffentlichen Anstands im Bereich der Polizeidirektion Hannover» vom 18.8.2005 erfolgte eine weitere Reglementierung, die nun im gesamten Bereich der Landeshauptstadt Hannover die öffentliche Prostitution verbietet und dabei nur in einem stark begrenzten Bereich eine Ausnahme mit eingeschränktem Zeitfenster beinhaltet.

So ist das Anbieten derartiger Dienstleistungen nur in der Zeit von 20:00 Uhr bis 06:00 Uhr morgens erlaubt, was sich ausnahmslos auf folgendes Gebiet beschränkt:

  • Herschelstraße zwischen der Celler Straße und der Brüderstraße
  • Andreaestraße von der Kurt-Schumacher-Straße bis zur Mehlstraße
  • Mehlstraße

Diese Regelung entspricht der aktuellen Gesetzeslage …